Ich schreibe diesen Monatsrückblick schon ein bisschen verfrüht am 26.1.2026 und wenn ich Crazy me aufzähle, was in diesen 26 Tagen schon war, klingt das nach mehr als diesem Zeitraum sinnvoll schaffbar wäre:
- Einen Workshoptag für den Freundeskreis von „MyWay“ bei der Deutschen Zeltmission vorbereiten und durchführen,
- einen Kennenlerntermin mit einer Gemeinde, die an einer längeren Beratung interessiert ist, vorbereiten und leiten,
- eine Supervisionssitzung und mehrere Beratungsgespräche führen,
- einen Artikel für die Family schreiben (der mich mehr Zeit gekostet hat als erwartet) und schon drei Blogbeiträge angefangen (Wow! So viele habe ich 2025 insgesamt geschrieben, glaube ich.)
- verschiedene Angebote vorbereiten und halten in der Gemeinde in Offenbach, für die ich seit Oktober als Honorarkraft tätig bin: für Familien im Wald, einen Gottesdienst im Stil von Kirche Kunterbunt und ein Vorbereitungstreffen für einen besonderen Gottesdienst im Februar
- und für 2 Tage war eine Freundin zum Co-Worken bei mir, mit Übernachtung und Diskussionen über ein gemeinsames Projekt.
Und dann war ich noch mehrmals selbst ein paar Tage unterwegs:
- Beim Kidsforum vom Gnadauer Gemeinschaftsverband an einem Wochenende mit einem spannenden Seminar zu politischer Bildungsarbeit,
- auf Klausur mit dem Leitungsteam vom Sommerlager für Familien und Planungstreffen für den Bereich Kinder beim Gnadauer Kongress 2027 (beides ehrenamtlich, beides leitende Aufgaben für mich),
- mit meinem Häuschen auf einer Hauptamtlichenkonferenz im Westerwald
- und ich habe zwei Online-Memberships (bei Judith Peters und bei Dagmar Recklies und Barbara Riedl) mit den entsprechenden Terminen und Calls und eine 2-jährige Weiterbildung in Dresden begonnen: Für Multifamilientherapie und Mehr-Familien-Arbeit!
I know. Ganz schön wild. Wie gesagt: Crazy me!
Und dabei war das noch gar nicht alles. (Wo ist dieser Smiley, der lacht und so einen Verlegenheitsschweißtropfen an der Stirn hat?) Lass Dich mit hineinnehmen in das, was mich intensiver beschäftigt hat!






Ständig ich selbst – das ist ganz schön intensiv
Das Tempo der ersten 26 Tage von 2026 schien mir letztes Jahr machbar. As I said: Crazy me. (Und ja, kann sein, dass ich dabei nicht hab kommen sehen, was weltpolitisch an Belastung noch dazu kommt.) Immerhin, ich hab schon erkannt: Das kann ich nicht das ganze Jahr durchhalten. Das muss mir keiner sagen. Im Gegenteil werde ich ein bisschen trotzig, wenn Menschen mich ermahnen, ich müsste besser auf mich aufpassen. Intensive Unterwegs-Zeiten mit hohen Anforderungen an mich gehören nämlich definitiv zu meinem crazy Me! Ich genieße sie sehr, selbst wenn (oder vielleicht weil) sie anstrengend sind.
Dennoch habe ich für dieses Jahr zusätzlich zu Urlaubswochen ein paar sehr klare Ruhezeiten eingeplant! Nach den vollen Tagen und Wochen gibt es jetzt terminfrei-Wochen und -Tage, an denen ich rödeln darf = machen, wonach mir der Sinn steht.
Heute morgen zum Beispiel habe ich einen Schneemann gebaut. Ganz allein, an der Straße. Einfach weil. Also, weil Schnee lag. Die Reaktionen der vorbeilaufenden Menschen waren (und sind) Gold.

Mich anzunehmen mit meinen manchmal sehr widersprüchlichen Persönlichkeitssträngen und Wege zu finden, wie nicht nur ich selbst, sondern auch mein Mann, meine Familien, mein Dorf damit gut leben kann, ist für mich persönlich ein wichtiger Aspekt für dieses Jahr.
Ich muss nicht „perfekt“ sein, also irgendeinem Bild entsprechen. Weder muss ich mich kleiden, wie man das von einer seriösen Unternehmerin erwartet, noch muss ich besonders erwachsen sein oder meine politischen Ansichten verstecken, um Kund:innen nicht zu verschrecken. Ich bin Mensch und mich macht aus, dass ich vielseitig bin, kreativ, begeistert, stimmungsschwankend, sehr strukturiert und unfassbar chaotisch, immer bereit, Menschen an erste Stelle zu setzen und froh, wenn ich mich in ein Buch zurückziehen kann.
Selbständig zu sein ermöglicht einem – mit den Worten von Cornelia Schmid, die mich 2024 als Gründungscoachin unterstützt hat – „ständig ich selbst“ zu sein. Und oh ja, das tut es! Ich habe den Januar bei aller Herausforderung sehr gefeiert.
Umräumen und neu machen

Im Dezember habe ich mit einer Klientin in der Beratung darüber gesprochen, wie das „in die Weite schauen“ der Seele gut tut. Ihr Blick fiel spöttisch auf die Hausdächer, die man aus dem Fenster sehen konnte. Nichts mit Weite! Also habe ich beschlossen, ich probiere mal aus, einen Farbverlauf zu malen – vielleicht könnte ich das ja dann im Gäste- und Beratungszimmer an der Wand auch machen und damit ein wenig Weitblick hineinzaubern. Gesagt, getan, abends nach dem Baden, spät in der Nacht habe ich Pinsel, Leinwand und Acrylfarben herausgekramt und ausprobiert. Crazy me, aber was soll ich sagen?
Das hat SO gut getan!
Ich freu mich über das, was dabei entstanden ist und denke, das wird gut, wenn ich es an der Wand auch mache!
Und dann war da der Moment, als ich im Schlafzimmer stand und mich fragte, warum wir diesen größten Raum im 1. Stock eigentlich nicht sinnvoller nutzen. Hier könnte doch das Arbeits- und Kreativzimmer draus werden? Mit einem Arbeitstisch für die Nähmaschine, den ich auf Kinderhöhe runterfahren kann?
Ich sprach mit meinem Mann darüber und ließ ihm Zeit, sich an den Gedanken zu gewöhnen. Das ging schneller als gedacht, muss ich sagen! Wir haben so viel Zeit in die Renovierung der Zimmer gesteckt und mein Mann ist so ein Typ, der Sachen für die Ewigkeit macht. Aber schon am nächsten Tag kam er zu mir und meinte: Ich kann mir das gut vorstellen!
Er sprachs – und ich fing sofort an, Möbel aus- und umzuräumen, nach neuen Möbeln zu suchen, schon mal einige Kisten mit Material ins Schlafzimmer zu räumen, Klamotten auszusortieren. Jetzt leben wir im Chaos. Aber vor unserem inneren Auge wird es richtig schön!
Let’s go!
Meinen Januar hat auch ausgezeichnet, dass ich mich mit vielen Menschen vernetzt habe und Projekte für dieses und sogar schon für nächstes Jahr geplant habe. Stell Dir vor, im Januar 2026 wurde ich schon für zwei Wochenenden 2027 gebucht! „Das crazy!“ Aber so richtig, oder? Und ich weiß gar nicht, wie ich das zwischen allem anderen geschafft habe, aber diese Projekte sind im Januar alle ein gutes Stück vorangekommen:
Ein praktischer Online-Kurs zu meinem Buch
Immer wieder werde ich nämlich gefragt: Wie geht das denn, eine Gemeinde von Familie her neu zu denken? Womit fangen wir an? Wie kriegen wir die Impulse aus dem Buch denen aus der Gemeinde vermittelt, die das Buch nicht lesen? Darauf gibt der Online-Kurs jeweils nach den Lesungen im Mai und September eine Antwort. Ich plane eine 30-Tage-30-Minuten-Challenge für Verantwortliche in Familien und Gemeinden, die Gemeinschaft (be-)leben wollen! Ich bin neugierig – klingt das für Dich attraktiv?
Familien begleiten Community als App
Weil mir klar ist, dass eine 30-Tage-Challenge für Verantwortliche nur ein Auftakt für einen längeren Prozess sein kann, öffnet zusammen mit dem Online-Kurs im Mai oder Juni auch meine Familien-begleiten-Community als App ihre Tore.
Dort wird es einen kostenlos zugänglichen Bereich geben, in dem man
- Kurzvideos zu einigen wichtigen Themen aus der Juleica-Schulung anschauen, die entsprechenden Powerpoint-Folien herunterladen und damit die Schulung selbst bei sich in der Gemeinde, im Team oder auch für den Familienalltag halten kann (Allein das ist schon krass!),
- direkten Zugang zu allen Blogbeiträge und Podcast-Folgen hat und
- alle Termine von Familien begleiten übersichtlich im Kalender sieht und über den man sich zu Webinaren und Kursen anmelden kann.
Außerdem erfolgt der Zugang zu den kostenpflichtigen Angeboten zukünftig von dort. Auch dafür hab ich im Januar was Neues angefangen aufzubauen:
Die Online-Kurs-Plattform
Der Zugang zu den Online-Kursen (den schon bestehenden zu Gefühlen und Fokus und Grenzen) und den noch kommenden (Gemeinde neu denken, mächtig ohnmächtig und wer weiß, was noch kommt) kann dort gebucht werden. Endlich eine schöne Plattform und was noch viel wichtiger ist:
Man kann die Kurse als Gruppen kaufen! D.h. Du kannst auswählen, ob Du den Kurs nur für Dich, für Deine Familie, für Dein Dorf, für Dein Team, Deine Gemeinde oder für einen Verband bzw. ein Werk zugänglich machen möchtest! Natürlich befindet sich das alles noch im Aufbau, aber ich freu mich schon sehr darauf, wenn ich es Dir zeigen kann.
Was im Januar 2026 sonst noch los war
- Zeit mit meinen Familien bei Geburtstagen, im Pflegeheim, beim Babysitten, Abholen vom Flughafen und Begleitung zum Arzt,
- Vernetzungstreffen mit Menschen, die an ähnlichen Themen arbeiten wie ich,
- Gottesdienst feiern mit unserer FamilienZeit-Gruppe – Lobpreis zusammen mit den Kids ist der Knaller!
Ausblick auf den Februar 2026
- Drei Sonntage hintereinander in Offenbach. Am 1.2. der Mitarbeitertag, am 8.2. der Fresh Vibes Gottesdienst und am 15.2. der Kunterbunte Gottesdienst stehen alle unter meiner Leitung! Puh! Das wird sportlich, zumal zwischendrin noch der Willow Creek Leitungskongress ist.
- Willow Creek Leitungskongress in Dortmund. Ich werde im KTS – dem Kongress-Transport-Service – mitarbeiten, also basically Referent:innen und Mitarbeitende zwischen Hotel und Halle und Flughafen hin- und herfahren. Das wird genial. Ich bastle schon an meinen Klamotten, damit ich beim Herumlaufen wenigstens ein bisschen Werbung für Familien begleiten machen kann!
- Kinder sitten und Kinder als Übernachtungsgäste. Neben den regelmäßigen wöchentlichen Terminen in meinen Families betreue ich im Februar auch außer der Reihe noch die Kinder einer anderen Familie und drei Kids kommen zu uns zum Übernachten. Ich freu mich darauf und darüber!
- Zeit für Konzeptarbeit. Ab Mitte/Ende Februar werden es weniger Termine, für die ich etwas vorbereiten muss und ich habe mehr Zeit, die Konzepte für Lesungsreise, Online-Kurs „Gemeinde von Familie her neu denken“ und die Community-Plattform weiterzuführen. Ich freu mich so sehr darüber, dass das einfach Teil meiner Arbeit ist!

